{"id":347629,"date":"2021-05-06T07:42:59","date_gmt":"2021-05-06T07:42:59","guid":{"rendered":"https:\/\/publicsector.ch\/webinar-der-digitale-staat-279"},"modified":"2024-04-29T08:19:48","modified_gmt":"2024-04-29T08:19:48","slug":"webinar-der-digitale-staat-279","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/webinar-der-digitale-staat-279\/","title":{"rendered":"Webinar \u201cDer digitale Staat\u201d"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie k\u00f6nnte gute Digitalisierung aussehen und wie kann k\u00fcnstliche Intelligenz sinnvoll in der Bundesverwaltung eingesetzt werden? Dies waren Themen an unserem Webinar \u00abDer digitale Staat\u00bb vom 29. April 2021.<\/strong><\/p>\n<p>Mit \u00fcber 40 Interessierten aus dem \u00f6ffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft durften wir ein breites Publikum begr\u00fcssen. Die Praxiseinblicke haben gezeigt: Damit Digitalisierung in der Verwaltung funktioniert, braucht es vor zwei Dinge: Einerseits m\u00fcssen die bestehenden Prozesse kritisch durchleuchtet und simplifiziert werden. Andererseits braucht es das n\u00f6tige \u00abMindset\u00bb und den Mut, innovativ und l\u00f6sungsorientiert vorzugehen. Kommen neue Technologien wie die k\u00fcnstliche Intelligenz zum Einsatz, so ist vor allem die vernetzte Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung wichtig, damit Know-how geteilt wird und nicht unz\u00e4hlige Male dieselben Probleme isoliert behandelt werden.<\/p>\n<p>Im ersten Vortrag gab Doris Reber, Projektleiterin bei der Eidgen\u00f6ssischen Zollverwaltung (EZV), Einblicke in das Transformationsprogramm \u00abDaziT\u00bb der Zollverwaltung. Dieses soll die EZV grundlegend digitalisieren und neu aufstellen \u2013 in Zukunft als neu benanntes \u00abBundesamt f\u00fcr Zoll und Grenzsicherheit\u00bb (BAZG). Hervorgehoben hat die Referentin die schiere Gr\u00f6sse der acht Jahre dauernden Transformation und deren weitreichende Implikationen. Die EZV verwaltet j\u00e4hrliche Einnahmen von fast 23 Milliarden Franken, k\u00fcmmert sich um den Vollzug der Zollgesetzgebung sowie \u00fcber 150 nichtzollrechtlicher Erlasse, um die Frontex-Zusammenarbeit und Vieles mehr. Inhaltlich sei es wichtig, bestehende Prozesse wo immer m\u00f6glich zuerst zu vereinfachen und erst dann zu digitalisieren (\u00absimplify first, then digitise\u00bb). Es sei eine verlorene Chance, schlechte Prozesse aufwendig zu digitalisieren, um dann im Resultat zwar digitale, jedoch weiterhin suboptimale Prozesse zu erhalten.<\/p>\n<p>Im Anschluss an diesen Vortrag stellte Christine Vetsch, Business Analystin der EZV, ein praktisches Beispiel vor, wie die Zollverwaltung den Warenverkehr digitalisiert. Konkret ging es um die Automatisierung des Grenz\u00fcbertritts von Lastwagen. Nach einer Brainstorming-Phase einigte man sich auf den Einsatz einer App, die den Transportfirmen nun zur Verf\u00fcgung steht. Im Rahmen eines Hackathon (eine Art Programmier-Wettkampf) wurde zuerst der Auftrag zur Erstellung eines Prototypen erteilt. Mit der App werden beim Durchqueren bestimmter Zonen (Geofences) die relevanten Informationen zu den Waren automatisch an den Zoll \u00fcbermittelt. Im Idealfall wird so ein Grenz\u00fcbertritt ohne Anhalten und Verlassen des Fahrzeugs m\u00f6glich. Ferner betonte die Referentin die fundamentale Bedeutung des Kulturwandels innerhalb der Organisation, damit die Digitalisierung zum Erfolg werden kann. Alle Beteiligten m\u00fcssten den Mut aufbringen, neue und innovative Prozesse auszuprobieren.<\/p>\n<p>Im letzten Vortrag pr\u00e4sentierte Dieter J. Tschan (Bundeskanzlei) das geplante Kompetenznetzwerk K\u00fcnstliche Intelligenz (KNW KI) des Bundes, dessen Aufbau er leitet. Dass KI eine Schl\u00fcsselrolle im Umgang mit grossen Datenmengen darstellt, liegt auf der Hand. Auch in der Verwaltung ist das Potential gross, wie etwa <a href=\"https:\/\/www.zh.ch\/content\/dam\/zhweb\/bilder-dokumente\/themen\/politik-staat\/kanton\/digitale-verwaltung-und-e-government\/projekte_digitale_transformation\/ki_einsatz_in_der_verwaltung_2021.pdf\">eine vom Kanton Z\u00fcrich in Auftrag gegebene Studie<\/a> zeigt: Vom Einsatz k\u00fcnstlicher Intelligenz verspricht man sich eine Entlastung der Arbeitsprozesse, Effizienzsteigerungen und verbesserte Servicequalit\u00e4t. Auf Bundesebene soll das KNW KI als interdepartementales Team funktionieren, welches die einzelnen Bundes\u00e4mter in Projekten k\u00fcnstlicher Intelligenz beratend unterst\u00fctzt und das dezentral vorhandene Wissen an verschiedenen Orten innerhalb der Bundesverwaltung m\u00f6glichst effizient verbindet. Dieter J. Tschan betonte, es solle verhindert werden, dass in der Bundesverwaltung 70 Mini-Kompetenznetzwerke entstehen. Stattdessen solle von gemachten Erfahrungen profitiert werden. Auch er pl\u00e4dierte f\u00fcr einen ergebnisorientierten, dynamischen Ansatz. Besonders hob er hervor, dass k\u00fcnstliche Intelligenz als Chance und Unterst\u00fctzung verstanden werden soll und nicht als Gefahr.<\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n<p>Dieser Beitrag wurde mit Unterst\u00fctzung von Gian Heimann verfasst. Danke Gian!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnte gute Digitalisierung aussehen und wie kann k\u00fcnstliche Intelligenz sinnvoll in der Bundesverwaltung eingesetzt werden? Dies waren Themen an unserem Webinar \u00abDer digitale Staat\u00bb vom 29. April 2021. Mit [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":279000,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[68,51,37,58],"class_list":["post-347629","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-egovernment","tag-kunstliche-intelligenz","tag-offentliches-recht","tag-verwaltungsrecht","tag-webinar"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/347629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=347629"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/347629\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":348457,"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/347629\/revisions\/348457"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/279000"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=347629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=347629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/publicsector.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=347629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}